Oracle AI World Tour Frankfurt – wir waren dabei
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Am 12. März war es soweit: Die Oracle AI World Tour machte Station in Frankfurt – und wir waren mit dabei. Ein spannender Tag voller neuer Impulse, bei dem wir aktuelle KI-Trends hautnah erleben und einen Blick auf Oracles Vision einer KI-geprägten Zukunft werfen konnten.
Die drei wichtigsten Erkenntnisse, die wir mitnehmen:
1. KI in der Datenbank
Mit 26.ai bietet Oracle bereits heute die Möglichkeit, KI-Agenten direkt in der Datenbank zu programmieren – Agenten, die Large Language Models (LLMs) dabei unterstützen, Anfragen präzise und zuverlässig auszuführen.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
Nähe zu den Daten sorgt für maximale Performance, da KI-Verarbeitung direkt dort stattfindet, wo die Daten liegen. Die integrierte RAG-Funktionalität (Retrieval-Augmented Generation) ermöglicht es, unstrukturierte Daten mithilfe von Vektoren zu durchsuchen und so generische LLMs mit unternehmenseigenen Daten anzureichern – was die Anfälligkeit für sogenannte „Halluzinationen" deutlich reduziert. Dank offener APIs lassen sich zudem viele verschiedene LLMs anbinden, sodass die Wahl des Modells beim Kunden liegt und nicht vom Hersteller diktiert wird.
Ein kleiner Wermutstropfen: 26.ai ist derzeit ausschließlich in der Cloud verfügbar. Das führt uns direkt zum nächsten Thema.
2. Sovereign Cloud
Digitale Souveränität ist in Deutschland seit jeher ein sensibles Thema – und spätestens seit den geopolitischen Entwicklungen rund um „Trump 2.0" auch in ganz Europa wieder ganz oben auf der Agenda. Besonders interessant war zu beobachten, wie auch traditionell skeptische öffentliche Auftraggeber, die Cloud-Lösungen bisher kritisch gegenüberstanden, dem Konzept der Sovereign Cloud zunehmend offen begegnen.
Die damit verbundenen Kompromisse nimmt man bewusst in Kauf: Updates und Innovationen werden langsamer ausgerollt, da sämtliche Dienste innerhalb der souveränen Region erbracht werden müssen – globale automatische Updates entfallen. Im Gegenzug erhält man jedoch die Gewissheit, dass nicht nur die eigentlichen Daten, sondern auch alle Metadaten und Cloud-Dienste innerhalb des eigenen Hoheitsgebiets verbleiben.
3. APEX 24.1 mit APEX Lang
Zum Zeitpunkt der Veranstaltung war dieser Bereich noch nicht offiziell angekündigt – das offizielle Release war für Anfang April geplant. Entsprechend bewegten wir uns im Reich der Teaser. Doch auch das reichte aus, um die Session äußerst spannend zu gestalten.
Die Hauptthemen drehten sich – wenig überraschend – allesamt um Künstliche Intelligenz:
a) KI-gestützte App-Entwicklung (AI Assisted): KI unterstützt Entwickler nicht nur beim Schreiben von Code, sondern auch beim Testen, Debuggen und Dokumentieren. Das Versprechen des Herstellers: Apps bleiben dadurch verständlich, der Code überschaubar und wartbar.
b) KI-erweiterte Apps (AI Enhanced): Interaktion über natürliche Sprache, automatische Zusammenfassungen sowie die nahtlose Integration unternehmenseigener Daten mit öffentlichen LLMs – ganz im Sinne der unter Punkt 1 beschriebenen Möglichkeiten.
c) Natural Language Reporting & Insights: Berichte und interaktive Grids sollen künftig per Spracheingabe gesteuert werden können – nicht mehr ausschließlich über Menüklicks. Alle KI-generierten Inhalte bleiben dabei für Menschen editierbar. Aus unserer Sicht liegt das sehr nah am klassischen Prompting – aber auf eine Art, die direkt in bestehende Workflows integriert ist.
d) APEX Lang: Ein neues Konzept zur deklarativen App-Beschreibung: Metadaten steuern den Aufbau von Seiten und Anwendungen. Die Beschreibungen sollen menschenlesbar, standardbasiert und so gestaltet sein, dass Apps problemlos in unterschiedliche Umgebungen übertragen werden können.
Fazit
Oracle versteht die Welt nach wie vor als „datenbankzentriert" – und das konsequent. Mit einer klaren Strategie, wie KI das Kerngeschäft stärkt und gleichzeitig einfachere Entwicklung sowie bessere Datenauswertung ermöglicht, spielt Oracle in eine Richtung, die uns als DataSense sehr vertraut ist.
Schließlich ist es unser Anspruch, Kunden dabei zu helfen, echten Nutzen aus ihren Daten zu ziehen – Sense out of Data – und so fundierte Entscheidungen in ihrem Geschäftsalltag zu treffen. Als langjähriger Oracle-Partner freuen wir uns auf eine spannende Zukunft, in der der Hersteller so viel Interessantes zu bieten hat.

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