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10 Lektionen die wir nicht bestellt haben - und was wir daraus machen

  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 11 Stunden

Man lernt nie aus. Das gilt für den Menschen genauso wie für ein Team oder ein ganzes Unternehmen. Die folgenden Lektionen haben unser CEO Pavol Varga als auch die Datasense Consulting Kollegen in den letzten Monaten erfahren – oder uns neu in Erinnerung gerufen.


In den folgenden Absätzen hat Pavol unsere Erfahrungen zusammengefasst - Lektionen die zum Nachdenken einladen oder helfen das Wesentliche im Blick zu behalten. Wir empfehlen: einen guten Kaffee, eine ruhige Minute – und viel Vergnügen beim Lesen.


1. Public-Cloud-Dienste immer mit Vorsicht genießen – besonders im DACH-Raum

In unserem Arbeitsalltag treffen wir dutzende Kunden persönlich. Sie alle möchten digitalisieren – aus nachvollziehbaren Gründen: Kosten- und Zeitersparnis, effizientere Prozesse und ein einfacherer Arbeitsalltag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und doch: Nicht alle wollen in die Cloud – auch 2026 nicht. Die Bedenken sind meist dieselben: Wer hat Zugriff auf die Daten? Wie sicher sind sie? Neu hinzugekommen ist die wieder aufgeflammte Sorge vor „Backdoors“ in US-amerikanischen Cloud-Diensten – vor dem Hintergrund der veränderten Haltung der USA gegenüber Europa und dem Rest der Welt. Eine Chance für europäische Technologie? Definitiv.


2. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist

Bei einigen Projekten sieht es lange Zeit sehr vielversprechend aus – man wartet nur noch auf eine Unterschrift. Die kommt aber dann nicht. Ergebnis: Das Projekt wird auf Eis gelegt oder verschoben. Eine Lektion, die man sich immer wieder bewusst machen muss.


3. Die verbotenen Wörter des CEOs

Das erste Wort auf meiner persönlichen Verbotsliste ist „Geduld“. Immer wieder höre ich: „Wir müssen uns gedulden – es wird schon kommen.“ Ich habe daher – durchaus mit einem Augenzwinkern – einige Wörter auf die Liste gesetzt, die in meiner Gegenwart besser nicht ausgesprochen werden.

Warum? Erstens bedeutet Geduld meist passives Warten. Das entspricht nicht unserer Unternehmenskultur. Zweitens: Während wir warten, tut es jemand anderes nicht – der Wettbewerb, der Markt, oder der Kunde vollzieht einen Strategiewechsel. Deshalb bleiben wir aktiv: Wir helfen unseren Kunden, Entscheidungen zu treffen, indem wir relevante Argumente liefern und verstehen, was ihnen wirklich wichtig ist.

Das zweite Wort auf meiner schwarzen Liste ist „Hoffnung“. Ja, sicher ein Mensch braucht Hoffnung, ohne sie kann er nicht leben, das steht außer Frage. Aber ein Unternehmen braucht mehr: Plan A, B und C, Kostenkontrolle, klare Kapazitätsplanung und immer eine gute Verbindung zum Kunden.


4. Der Weg zum Ziel ist genauso wichtig wie das Ziel selbst

Um ein Ziel zu erreichen, müssen wir Schritt für Schritt vorangehen – und dürfen nicht stehen bleiben. Werden wir bei dem einen oder anderen Projekt in eine Sackgasse geraten? Ja, das wird passieren. Dann heißt es: zurück, neu orientieren und eine andere Richtung einschlagen.


5. Alles hat seine Zeit

Jedes Projekt kommt irgendwann zu einem Ende. Rahmenverträge laufen aus und werden nicht immer verlängert. Unternehmen ändern ihre Strategie, kaufen oder verkaufen Geschäftsbereiche – und das hat fast immer Auswirkungen auf ihre IT-Landschaft. Das gilt es zu verstehen, zu akzeptieren und als Anlass zu nehmen neue Türen zu öffnen.


6. Proaktives Handeln lohnt sich immer

Anknüpfend an den vorherigen Punkt: Wirklich unter Kontrolle haben wir nur unser eigenes Handeln – und das sollte stets zielgerichtet sein. Was der Markt, die technologische Entwicklung oder der Wettbewerb tun, können wir nicht beeinflussen. Wir können es aber frühzeitig erkennen um dann proaktiv mit Spielraum und Kreativität zu agieren, nicht ohne Zeit und Kapazitäten zu reagieren.


7. Premeditatio Malorum – das Vorherbedenken des Schlechten

Dieses Prinzip ist einer der Grundsteine der stoischen Philosophie, die ich sehr schätze und hilfreich finde. Der Gedanke dahinter: Man sollte nicht davon ausgehen, dass einem das Gute einfach in den Schoß fällt – sondern damit rechnen, dass Dinge schiefgehen. Der Stau kommt genau dann, wenn man es eilig hat. Das Software-Upgrade bringt unerwartete Bugs mit sich. Die Projektkosten überschreiten das Budget. Das passiert nicht immer – aber die Wahrscheinlichkeit ist nie gleich null.

Im modernen Sprachgebrauch kennen wir das als Murphys Gesetz: Was schiefgehen kann, geht irgendwann schief. Mit Herrn Murphy muss man bei jedem Projekt rechnen – er ist ein verlässlicher Begleiter, ob man will oder nicht. Gut ist bei dieser Übung aber der psychologische Effekt - durch das Durchdenken eines Worst-Case-Szenarios hat man Plan B auch schon parat, der große Überraschungseffekt bleibt aus.


8. Selten läuft etwas beim ersten Versuch reibungslos

Aufbauend auf Punkt 7: Selbst wenn Projekte am Ende erfolgreich sind, verläuft der Weg dorthin nicht geradlinig. Wir begleiten Projekte, bei denen der Kunde die Ausrichtung mitten in der Umsetzung .ändert. Oder bei denen interne Genehmigungsrunden für unerwartete Verzögerungen sorgen. Oder bei denen eine strittige Idee im Projektteam erst ausgeräumt werden müssen, bevor es weitergehen konnte. Das Ergebnis ist am Ende dennoch ein Erfolg – es kostet aber mehr Zeit und Aufwand als ursprünglich geplant. Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel.


9. Geschäft ist Geschäft – und das ist gut so

Menschen treffen Entscheidungen, die aus ihrer Sicht für ihr Unternehmen richtig sind. Manchmal entspricht das Ergebnis nicht unseren Erwartungen – aber das hat in den seltensten Fällen mit persönlicher Sympathie oder Antipathie zu tun. Gute Geschäfte schaffen gute Beziehungen – nicht umgekehrt.


10. Wir laufen Marathon, keinen Sprint

Ich habe einige Marathonläufe hinter mir und denke gerne in diesem Bild, wenn es ums Geschäft geht. Wir sind auf die lange Strecke ausgerichtet – als Partner, der seinen Kunden langfristig dabei hilft, ihre Geschäftsziele zu erreichen.

Beim Marathon gilt: Wer am Anfang zu schnell losläuft, riskiert, sich zu verausgaben – und erreicht das Ziel entweder gar nicht oder mit viel Schmerz, schlechter Zeit und wenig Zufriedenheit. Ich weiß, wovon ich spreche – ich habe es selbst erlebt. Und ich habe daraus gelernt.

Wer hingegen gut trainiert hat, seine Kräfte klug einteilt, Energie sowie Flüssigkeit sorgfältig auf der Strecke einplant, der erlebt im Ziel etwas Besonderes: ein Erfolgsgefühl, das wirklich motiviert – für das nächste Rennen, und für alles, was noch kommt.


Und die elfte Lektion? Die schreiben wir 2026 – am liebsten gemeinsam mit Ihnen. Wenn Sie neugierig geworden sind, wie wir Ihr Unternehmen auf diesem Weg begleiten können: Wir sind nur eine Nachricht entfernt.



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